Glossar / Lexikon
A
- Akkommodativ
-
Die Fähigkeit des Auges, sich ohne Sehhilfe sowohl auf nahe als auch auf ferne Objekte scharf einzustellen. Das Nachlassen dieser Fähigkeit ab etwa dem 45. Lebensjahr wird als Alterssichtigkeit (Presbyopie) bezeichnet: Der Betroffene benötigt dann eine Lesebrille.
- Akkommodative Intraokularlinsen
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Neue innovative Intraokularlinsen mit dem Ziel, die Akkommodation des Auges wiederherzustellen. Akkommodative Intraokularlinsen (z.B. 1 CU & Intraokularlinse) können im Rahmen der Staroperation (Phakoemulsifikation) in das Auge eingesetzt werden.
- Ametropie (= Fehlsichtigkeit)
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Abweichung von der Normalsichtigkeit: Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus).
- Aniridie
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Die Aniridie ist ein angeborenes oder durch eine Augenverletzung entstandenes Fehlen der Iris. Fehlt nur ein Teilstück und es ist noch eine Restiris vorhanden, spricht man von partieller Aniridie.
- Aphakie
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Darunter versteht man das Fehlen der Augenlinse: Entweder wurde die Linse operativ entfernt oder aufgrund einer Augenverletzung.
- Astigmatismus (= Hornhautverkrümmung)
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Die Hornhaut des Auges ist nicht ebenmäßig kugelförmig gewölbt, sondern sie weist unterschiedliche Krümmungen in verschiedene Richtungen auf. Beim Betrachten von Gegenständen werden so aus Punkten Striche/Stäbchen, deshalb auch "Stabsichtigkeit". Hornhautverkrümmungen können mit Brillen, Kontaktlinsen oder Operationen ausgeglichen werden.
B
- Brechkraft
-
Kehrwert des Abstandes zwischen Linse und ihrem Brennpunkt (1/m).
Augenärzte und Augenoptiker geben für Linsen die Brechkraft an (Brillenpass). Die Brechkraft wird in Dioptrie (dpt) angegeben. Die Brechkraft der Hornhaut beträgt ca. 43 dpt, die der Augenlinse im Auge zwischen 18 - 32 dpt. Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) benötigt der Patient eine Brille mit negativer Brechkraft (sog. Minusgläser), bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Alterssichtigkeit (Presbyopie) Brillengläser mit positiver Brechkraft (sog. Plusgläser).
C
- Cornea (= Hornhaut)
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Sie bildet den vorderen, glasklar durchsichtigen Teil der äußeren Augenhaut. Ihr Durchmesser beträgt ca. 11 bis 12 mm, ihre Dicke im Zentrum 0,5 bis 0,6 mm.
D
- Dioptrie
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Maßeinheit der Brechkraft; ist das Auge kurzsichtig, so steht ein Minuszeichen vor dem Wert des Brillenglases oder der Kontaktlinse.
Die Brechkraft einer Linse wird in der Einheit Dioptrie (kurz dpt.) angegeben. Die Dioptrienzahl gibt den Kehrwert der in Metern gemessenen Brennweite an. Eine Linse mit 4,0 Dioptrien hat demzufolge eine Brennweite von 0,25 m.
G
- Glaukom (= Grüner Star)
-
Erkrankung, bei der ein erhöhter Augeninnendruck den Sehnerv schädigt.
H
- Haptiken
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Äußere, elastische Fortsätze der Kunstlinse, um die Linse im Kapselsack des Auges zu verankern.
- Hyperopie (= Weitsichtigkeit)
-
Fehlsichtigkeit: Scharfes Sehen von entfernten Gegenständen, unscharfes Sehen von Gegenständen in der Nähe.
I
- Implantation
-
Chirurgisches Einsetzen von Fremdteilen in den Körper.
- Intraokularlinse
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Kunststofflinse, die bei der Operation des Grauen Stars heute als Ersatz für die körpereigene Linse in das Augeninnere eingesetzt wird. Man unterscheidet Hinterkammerlinsen (Standard) und Vorderkammerlinsen, faltbare Linsen (aus Acrylat oder Silikon) und starre Linsen (aus Plexiglas).
- Iris
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Regenbogenhaut, die dem Auge die Farbe gibt. Sie steuert die Pupille (Blendenöffnung), die sich vergrößern und verkleinern kann.
K
- Katarakt
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Auch als ”Grauer Star” bekannt. Eintrübung der Augenlinse infolge von natürlichen Alterungsprozessen, Medikamenten oder Augenverletzungen.
- Konkav
-
Eine Linse, die im mittleren Bereich flacher ist als am Rand (Streuungslinse), wird als konkave Linse bezeichnet. Konkave Brillengläser (Minusgläser) werden bei Kurzsichtigkeit verwendet.
- Konvex
-
Eine Linse, die im mittleren Bereich dicker ist als am Rand (Sammellinse), wird als konvexe Linse bezeichnet. Konvexe Brillengläser (Plusgläser) werden bei Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit verwendet.
L
- Lasik
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Laser In situ Keratomileusis. Verfahren der refraktiven Chirurgie zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten durch Laserabtrag (Excimer-Laser) im Inneren der Hornhaut.
M
- Myopie (= Kurzsichtigkeit)
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Fehlsichtigkeit: Scharfes Sehen von Gegenständen in der Nähe, unscharfes Sehen von weiter entfernten Gegenständen.
P
- PMMA
-
Poly-Methyl-Meth-Acrylat (Plexiglas ähnliches Material).
- Presbyopie (= Alterssichtigkeit)
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Ab etwa dem 45. Lebensjahr lässt die Fähigkeit, in der Nähe scharf zu sehen, spürbar nach. Die Augenlinse verliert an Elastizität, wodurch das Scharfstellen vermindert wird. Eine Lesebrille ist dann erforderlich.
R
- Refraktive Chirurgie
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Dauerhafte Korrektur von Fehlsichtigkeit durch operative Eingriffe. Man unterscheidet Verfahren der Hornhautchirurgie (LASIK, PRK, Keratotomie) und der Linsenchirurgie (phake Intraokularlinsen, Clear Lens & Extraction, „PRELEX”).
- Retina
-
Netzhaut
S
- Stabsichtigkeit
-
Durch Hornhautverkrümmung verursachte Fehlsichtigkeit, bei der statt einzelner Punkte eines Gegenstandes Striche/Stäbchen wahrgenommen werden.
Z
- Ziliarmuskel
-
Muskel des Ziliarkörpers, der die Akkommodation (Fähigkeit des Auges, sich auf Nah- und Fernobjekte scharf einzustellen) bewirkt. Durch Anspannung werden die Zonulafasern entlastet, wodurch sich die jugendliche Linse stärker wölbt und somit eine stärkere Brechkraft entwickelt.

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